Diplom-Psychologe / Psychologe M.Sc. (w/m/d) - 201 N/2021

Zur Verstärkung unseres Teams in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Neurologie, Psychosomatik und  Psychotherapie im Kindes- und  Jugendalter suchen wir ab dem 01.01.2022, in Teilzeitbeschäftigung, befristet auf drei Jahre und vergütet nach dem TV-L, einen Diplom-Psychologen / Psychologe M.Sc. (w/m/d) für ein Forschungsprojekt (Res@t: Aufsuchende Interventionen für Medienbezogene Störungen bei Kindern und Jugendlichen).

Entsprechend den Projektphasen wird die Stelle unterschiedlich dotiert: 2022 mit 20 Std./Woche, 2023-24 mit 30 Std./Woche.

Ausschreibung Nr. 201 N/2021
Ausschreibungsende: offen

(vorbehaltlich der Finanzierung über Drittmittel)

Drei bis fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland erfüllen die Kriterien für eine medienbezogene Störung (MBS) während 15% die Medien in riskanter Form nutzen. Durch die Pandemie noch verstärkt, entwickeln einige dieser Jugendlichen extreme Formen der MBS, die oft mit Schulverweigerung, sozialer Isolation und psychischen Problemen assoziiert sind.

Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/neue-versorgungsformen/resatt-ressourcenstaerkendes-adoleszenten-und-eltern-training-bei-medienbezogenen-stoerungen.424)

hat daher ein mutizentrisches Projekt aufgelegt, in dem innovative Interventionsformen für die Betroffenen entwickelt und evaluiert werden sollen. Noch ist die Bewilligungsphase nicht abgeschlossen, weshalb alle Bewerbungen unter dem Vorbehalt der endgültigen Bewilligung stehen.

Unter der Federführung des DZSKJ soll das Programm „Lebenslust statt Online-Flucht“ in eine digitale Form überführt werden, die in einem RCT-Design überprüft wird. Das Projekt am Standort Rostock widmet sich der Gruppe Jugendlicher mit erhöhtem Risiko einer MBS: Ausbildungsmeider*innen und Förderschüler*innen. In Kooperation mit den zugehörigen Einrichtungen soll mittels eines aufsuchenden Ansatzes versucht werden, Jugendliche mit einer MBS zu identifizieren und für eine Teilnahme am Projekt zu gewinnen. Diese intensive Vorarbeit mit Jugendlichen und ihren Familien mündet im besten Fall in einer regelmäßigen Teilnahme an der Studie. In die randomisierte zweiarmige Evaluationsstudie (Res@t versus Treatment as usual) sollen 48 Jugendliche eingeschlossen werden, wofür Rekrutierungskontakte zu ca. 300 Familien in drei Jahren (2022-2024) veranschlagt wurden. Neben der Veränderung des Medienkonsums werden bei den Proband*innen auch neurophysiologische Maße (tragbares EEG, PC-Messung von Verzögerungsaversion) als abhängige Variablen gemessen. Die Stelle wird an die Suchtsprechstunde der KJP Rostock (https://kjpp.med.uni-rostock.de/patienten-besucher/suchtsprechstunde) angegliedert.

Die Arbeit ist damit primär praktisch-therapeutisch ausgerichtet. Kenntnisse in sozialer Arbeit, familien- und suchtbezogenen Interventionen, modernen Medien, Netzwerkarbeit und ggf. der Gesundheitsökonomie (Abrechnungstechniken der Krankenkassen) stehen im Vordergrund. Kenntnisse in wissenschaftlicher Arbeit sind für die Evaluation förderlich, die Möglichkeit zur Promotion ist gegeben, jedoch nicht Teil der Arbeitsaufgabe. 

Wir wünschen uns

  • Einen Abschluss (Master/Diplom) in Psychologie oder vergleichbare Abschlüsse
  • Kenntnisse in sucht- und familienbezogenen Interventionen
  • Ausgeprägte soziale Kompetenzen (aufsuchende Arbeit in Familien mit Risikoproband*innen) 
  • Selbstständigkeit in aufsuchender Arbeit, Studiendurchführung
  • Kenntnisse in Statistik
  • Englischkenntnisse

Wir bieten Ihnen

  • Weitgehend flexible Arbeitszeiten
  • Unterstützung bei der Promotion
  • Unterstützung durch eine studentische Hilfskraft und eine Study Nurse in der Studienführung
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Betriebliche Altersvorsorge in der VBL
  • Nutzung eines Jobtickets für den öffentlichen Nahverkehr
  • Firmenkonditionen in Rostocker Fitnessstudios, bei ausgewählten Veranstaltungen sowie in ausgewählten Apotheken
  • Zugang zum Universitätssport

Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen unter Angabe der oben genannten Ausschreibungsnummer per E-Mail, bitte nur im PDF-Format als eine Datei, an

bewerbung{bei}med.uni-rostock.de

oder alternativ an die Universitätsmedizin Rostock, Geschäftsbereich Personal, Postfach 10 08 88, 18055 Rostock. (Bitte berücksichtigen Sie, dass wir Bewerbungsunterlagen nicht zurücksenden).

Schwerbehinderte werden bei der Stellenbesetzung im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen bei gleicher Eignung bevorzugt behandelt.

Mit der Bewerbung entstehende Kosten können nicht übernommen werden.